WER BIN ICH?

September 28, 2017

Eine Frage, deren Suche nach der Antwort das Leben verändern kann, ich würde sogar sagen, dass eine Veränderung mit großer Sicherheit eintritt – nicht nur aus eigener Erfahrung. Vor zwei Jahren entschloss ich mich für einen lebensverändernden Schritt in Richtung Freiheit. Ich fühlte mich von mir weggetrieben, haltlos, wie ein Astronaut im Weltall und irgendwie total entfremdet. Kopf und Körper wollten nicht so richtig zusammenarbeiten, mit Vernunft und Verstand kam ich keinen Schritt voran. Ich fand dafür kaum Worte, was es unfassbar schwierig machte für die geliebten Menschen um mich herum. Der Druck war einfach immens, so dass ich gehen und hinter mich lassen musste.

Ich nahm mir eine Wohnung auf Zeit am Rande von Berlin und sobald die Tür ins Schloss fiel, spürte ich tiefe, lange Atemzüge. Ich saß in diesem Korridor viele lange Minuten. Zum ersten Mal spürte ich Freiheit, was mit einem unglaublichen Glücksgefühl einherging. Die Zeit verlangsamte sich - endlich durfte ich sein. Ich bemerkte, dass es Herbst geworden war als die herunterfallenden Kastanien auf den Autodächern aufplatzten. „Es ist Zeit für einen Wandel!“ sagte ich ganz leise zu mir. Ich saugte diese Ruhe auf, die sich wie eine Droge sanft auf meine Nerven legte, und wurde vorsichtig von den Lauten der ziehenden Gänse zurückgerufen. Meine Augen wurden feucht: „Freiheit! Hallo Freiheit!“  

Angeommen in meiner neuen Realität bewegte ich mich in der Vibration der niemals zur Ruhe kommenden Stadt in meinem eigenen Rhythmus, was etwas komplett Neues, Ungewohntes und Befreiendes für mich war! Bald aber schon dämmerte mir, dass die Freiheit so ihre ganz eigenen Macken hatte - eine echte Gratwanderung. Ich war frei und unbeschwert, ließ mich treiben und von Berlin auseinandernehmen, spürte mich bis auf die Knochen, feierte und datete. Auf dem Weg zu mir selbst kam es mir erneut so vor als würde ich irgendwo keuchend auf der Strecke bleiben. Aber irgendwann in diesem Chaos saß ich verkatert vom Leben in meiner Küche, in der eigentlich nichts mir gehörte, nahm einen Stift und begann wild zu schreiben. Ich hatte plötzlich das Gefühl, mit jedem Wort klarer im Kopf zu werden. Endlich fand ich Zugang zu meinen kuriosen Strukturen, legte Bahnen frei, erhielt Erkenntnisse. Das Innere, die Intuition wachte endlich in mir auf und leitete mich langsam und holprig, aber ich befand mich wieder mit beiden Beinen auf dem Boden. Pure Erleichterung! Ich war endlich im flow.

Es wurde nun Zeit für den nächsten Schritt in die Freiheit: Ich kündigte meinen sicheren Job in der Schule, gab meine kleine Wohlfühloase auf und begann ohne Plan zu reisen. Freunde und Familie waren irritiert, besorgt und fragten mich wie ich nur so mutig und eigentlich auch bescheuert sein kann, ohne Plan, ohne Job und ohne Wohnung zu leben - so ganz ohne alles eben. "Wie verlockend, oder?", dachte ich immer nur und jede erneute Fragerei überzeugte mich mehr, genau diesen unkonventionellen Weg zu gehen. Ich zog das also, durch sprang auf Züge auf, ließ mich in die Ungewissheit mitreißen und verweilte, wo es mir gefiel. Meine Flügel wuchsen stetig, mit viel Geduld und kleinen bis großen emotionalen Tälern, aus denen ich am meisten lernte. Meine Texte verhalfen mir zur Ruhe und zur Orientierung, die Weite der Natur zur Klarheit, Freunde und Familie zur Reflektion und meine Krisen zum Ankommen und Weitermachen. Nun bin ich ein Stück weit mehr nach dieser intensiven Reise, mittlerweile in einem eigenen Zimmer, aber weiterhin autonom und mit größtmöglicher Freiheit, vor allem im Kopf und im Herzen.

 

Was verbindet mich mit DOTS ORIGINALS?

Wenn man keinen Plan hat passiert nicht viel?! Sehr falsch. DOTS begegnete mir, so wie viele inspirierende Menschen, am Ende meiner Berlinzeit -  zwischen Linsendal und Chicken Teriaki - in Form einer starken, überzeugten und glücklichen Frau, deren Augen beim Erzählen der Geschichte von DOTS ORIGINALS leuchteten wie beim Kindergeburtstag. Meine Einstellung zum Leben deckt sich erstaunlich mit der Philosophie hinter DOTS und der Vision ihrer Gründerin Marie: Mut zum Neuanfang, Stärke, Selbstbestimmung und über den Tellerrand schauen. Gräben verringern - zwischen Kulturen, Kontinenten und Gesellschaften - und Menschen auf der ganzen Welt verbinden, einen respektvollen Umgang mit sich und der Umgebung schaffen und letztendlich Liebe und Frieden leben. Ich überlegte also nicht lang, für Marie, Nathalie und im Namen von DOTS ORIGINALS diesen Blog ins Leben zu rufen.

So denn...dies ist ein Blog über Menschen die ebenfalls ihre Ängste und Muster durchbrechen, ihren Horizont erweitern, mutige Wege gehen, in Krisen geraten und daraus emporsteigen. Ich erzähle meine und ihre Geschichten auf dem Weg zu ihrer persönlichen Freiheit. Und ich erzähle von Menschen, die den Mut haben, diesen Planeten zu einem besseren Ort für uns alle zu machen. Ich hoffe, dass meine Texte inspirieren und zum Loslassen und Antreiben verführen. Da bin ich und hoffe, dass es gefällt – achtet doch mal auf die Frühlingsgefühle in eurem Bauch.

 

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Ich freue mich auf euch… Eure Kathi

 

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